Homeschooling im Internat Roßleben

 

„Nach vielen Wochen zu Hause und ohne meine Freunde habe ich mich riesig gefreut, dass wir zurück ins Internat durften“, erzählt Juliane von Lochow, 11. Klasse im Internat der Klosterschule Roßleben. Homeschooling im Internat ist für viele ein Vorteil und läuft sehr viel besser als zu Hause, wo Eltern oft mit der Situation überfordert sind, ihren Kindern zu helfen. Hier helfen die Tutoren bei allen Fragen zu schulischen Aufgaben, erklären, unterstützen und kontrollieren. So sind die Schüler/innen in Roßleben an allen Tagen, an denen sie Fernunterricht haben, gut betreut und können ihren Unterrichtsstoff mit Hilfe der Tutoren im Digitalunterricht erarbeiten.

Die guten Serverlösungen vor Ort erleichtern den Austausch der großen Datenmengen zwischen Schülern und Lehrern. Dank der bereits zuvor genutzten digitalen Noten- und Klassenbücher mit allen Eintragungen zu Unterrichtsthemen auch der Fernbeschulungsinhalten können die Tutoren jederzeit Einblick in das Unterrichtsgeschehen nehmen und dadurch die Internatskinder fachlich beim Digitalen Lernen unterstützen. Die Nutzung einer Kommunikationsplattform für alle Kurse der Oberstufenschüler ermöglicht gut geordnete Individual- und Gruppenabsprachen in Threads, die Materialbereitstellung in Channels, eine schnelle Gesamtinformation und auch Abstimmungen im virtuellen Lehrerzimmer sowie, die problemlose Einbindung eines Videokonferenztools für alle Kurse in die Plattform. Hinter Gernot Gröppler, dem Schulleiter der Klosterschule Roßleben, liegen anstrengende Wochen. Besonders in der Wiedereröffnungsphase der Schule verlangte es ein ständiges Anpassen zwischen Vorschriften und Gegebenheiten. “Ich danke unserem tollen Kollegium und der Verwaltung in der Klosterstiftung. Es ist beeindruckend, was hier jeder einzelne in den vergangenen Monaten geleistet hat.“, so der Schulleiter.

Keiner soll auf der Strecke bleiben. In Roßleben ist es ein gutes Hand in Hand arbeiten. Tutoren und Lehrkräfte tauschen sich aus. Ziel ist es auf allen Seiten, die Schüler/innen bestmöglich durch die schwierige Phase zu begleiten.

 „Es hilft, dass wir im Internat alle vormittags an unseren Schreibtischen sitzen und für die Schule arbeiten“, sagt Juliane, „das motiviert und macht mehr Spaß als alleine zu Hause“. Ob Präsenzunterricht oder Digitales Lernen – in Roßleben gibt es auch in der Corona Zeit eine feste Tagesstruktur. Der komplette Vormittag gehört den schulischen Themen. Auch die Hausaufgabenzeit am Nachmittag wird strikt eingehalten. Friederike Schulz, Tutorin in Roßleben begleitet die Schüler/innen bei ihren Aufgaben und den täglichen Herausforderungen. Neben der Lernbegleitung ist für sie aber vor allem wichtig, dass die Kinder sich wohlfühlen. „Die Corona-Zeit bringt eine große Unruhe, da braucht es viel Einfühlungsvermögen und auch Trost. Ich nehme mir ganz bewusst Zeit, um mit den Kindern zu sprechen und sie mit ihren Sorgen nicht alleine zu lassen“, sagt sie.

Nachdem die Kinder in den ersten Wochen alle in Quarantäne auf dem Internatsgelände leben mussten, in Einzelzimmern, mit unterschiedlichen Essenszeiten und dem Einhalten von Abstandsregeln und Maskenpflicht, sind die Internatsschüler nun wie eine große Familie und das bedeutet auch, dass die Schüler/innen wieder auf dem Internatsgelände alles machen können, wie vor dem Lockdown. „Was leider im Moment nicht geht, ist mal eben für ein Wochenende nach Hause zu fahren. Lange Zugfahrten und das Treffen anderer Menschen bedeutet immer noch ein Ansteckungsrisiko und das müssen wir im Moment im Sinne aller vermeiden“, so Internatsleiter Francis Retter. „Ich weiß, dass es für die Kinder nicht einfach ist, ihre Eltern so lange nicht sehen zu können und an den Wochenenden im Internat bleiben zu müssen. Wir gestalten ein abwechslungsreiches Programm mit viel Sport und Kreativworkshops. Eltern dürfen gerne vorbeikommen und mit ihren Kindern auf dem großzügigen Parkgelände der Klosterschule picknicken. Das wird gerne genutzt – es ist anders als „normal“ aber es ist das beste was wir machen können, in dieser Zeit“, erzählt Retter.

Wir alle hoffen, dass ab September der Schulunterricht wieder normal laufen kann. Sollte es aber eine zweite Welle geben oder weiter der Unterricht, so wie zur Zeit, nur mit halben Klassen stattfinden dürfen, ist Roßleben gut vorbereitet.

Constanze von Laer | Tutorin