Wanderausstellung „Andreasstraße unterwegs – Haft, Diktatur, Revolution“

Start: 22.03.2019 00:00
Ende: 12.04.2019 00:00

Bernd ist rebellisch, seine kleine Schwester Monika angepasst. Bernd trägt lange Haare und spielt Gitarre in einer Rockband. Moni verbringt die Nachmittage mit ihren Freundinnen bei den Pionieren. Die Geschwister hängen aneinander, aber sie könnten unterschiedlicher nicht sein. Ihre Lebenswege driften auf dramatische Weise auseinander: Bernd versucht, aus der DDR in den Westen zu fliehen. Doch seine Flucht scheitert. Er wird in der MfS-Untersuchungshaftanstalt Andreasstraße in Erfurt eingesperrt und später freigekauft.

Erst als die Grenze zwischen Ost und West aufgeht, sehen sich Moni und Bernd wieder. Der große Bruder hat die Friedliche Revolution am Fernseher verfolgt und Moni erzählt ihm, was er alles verpasst hat. Zwei Geschwister – zwei Schicksale: Finden die beiden wieder zueinander?

Die Geschichte von Monika und Bernd basiert auf Erzählungen von Zeitzeugen – und ist als Comic in die neue Wanderausstellung der Stiftung Ettersberg „Andreasstraße unterwegs“ eingeflossen. Sie  knüpft inhaltlich an die Dauerausstellung „Haft ½ Diktatur ½ Revolution: Thüringen 1949 bis 1989“ in der Gedenkstätte Andreasstraße an. Schlaglichtartig werden ihre wesentlichen Aussagen über den Alltag in der SED-Diktatur, die politische Haft im Erfurter Stasi-Gefängnis sowie die Friedliche Revolution in Thüringen wiedergegeben. Die Ausstellung beindruckt durch ihre Architektur, ihre Grafik, ihre Medienstationen und ihre Exponate. Sie lädt zur kritischen Auseinandersetzung mit Zeitgeschichte ein.

Die Wanderausstellung „Andreasstraße unterwegs – Haft, Diktatur, Revolution“ wird ab dem 22. März 2019 für ca. drei Wochen in der Klosterschule Roßleben im Rahmen des Unterrichts zu sehen sein.

zurück